Berlin

Alba auf dem Sprung ins Finale

Die Berliner gewinnen auch die zweite Partie gegen Ludwigsburg souverän

Berlin. Die Tür zur Endspielserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft steht für Alba sperrangelweit offen. Berlins Basketballteam gewann das zweite Spiel der Best-of-five-Serie des Halbfinales bei den Riesen aus Ludwigsburg mit 100:74 (42:37). Nach dem 102:87 (57:66) in Spiel eins führt die Mannschaft von Aito Reneses in der Serie mit 2:0 und hat am Sonntag in eigener Halle den ersten von drei Matchbällen (15 Uhr, Telekomsport). „Da müssen wir so spielen, als würde es 0:0 stehen“, sagte Joshiko Saibou, der mit 14 Punkten hinter Spencer Butterfield (17) zweitbester Berliner Werfer war. Albas Topscorer selbst fand einfach nur: „Das fühlte sich gut an.“

Ludwigsburgs Coach John Patrick hatte vor den TV-Kameras abermals die Chance ergriffen, mit seinen wirren Vorwürfen herumzuschwadronieren, Alba würde gegnerische Fouls vortäuschen. Darauf angesprochen, empfahl Albas Geschäftsführer Marco Baldi ­lediglich, sein Team möge „ruhig ­bleiben und sich auf seine Spielkultur besinnen“.

In der Folge staunten selbst die heimischen Fans, mit welcher Konsequenz Albas Mannschaft diesen Rat befolgte. Die Ludwigsburger wurden im ersten Viertel gedemütigt und vor­geführt, bereits beim 28:8 (10.) schien die Partie entschieden. Alba gelang es, wie schon einige Male in dieser Saison, jedoch nicht, an diesen perfekten Start anzuknüpfen. Angeführt von Elgin Cook, der mit 21 Punkten bester Werfer der Gastgeber werden sollte, verkürzte Ludwigsburg erst auf 38:28 (18.). Zur Halbzeit schmolz der Vorsprung der Berliner sogar bis auf fünf Punkte (42:37) zusammen.

Das dritte Viertel glich sehr zur Beruhigung der wenigen mitgereisten Berliner Fans aber wieder dem ersten. Hatte sich zu Beginn noch Marius ­Grigonis hervor getan, ließen jetzt ­Butterfield, Luke Sikma und Saibou die 4.024 Zuschauer in nur wenigen Minuten verstummen. Alba führte schnell wieder mit mehr als 20 Punkten und beim 93:62 (36.) belohnte Reneses ­Youngster Bennet Hundt, der erstmals nach seinem Mittelfußbruch am 1. ­Januar wieder zum Einsatz kam.