London

Queen startet in London den Kampf der Giganten

Kipchoge, Bekele und Farah jagen Weltrekord beim Marathon

London.  Der königliche Rahmen für die Hatz nach dem Weltrekord ist bereitet. Erstmals schickt Queen Elizabeth II. die Läufer um die Topstars Eliud Kipchoge, Kenenisa Bekele und Mo Farah am Sonntag in den London-Marathon. Ihre Majestät startet um 10 Uhr Ortszeit vor dem Schloss Windsor den Kampf der Giganten. Auch wenn das Spektakel an der Themse wohl zu einer Hitzeschlacht wird - Olympiasieger Kipchoge will sich endlich seinen Traum erfüllen.

„Alle reden über das Wetter, aber wir müssen alle unter den gleichen Bedingungen laufen“, sagte Kipchoge: „Die Fans werden ein wirklich schönes Rennen sehen.“ Trotz der angekündigten Temperaturen von über 20 Grad Celsius - es könnte sogar der heißeste London-Marathon der Geschichte werden.

Kipchoge ist der bestimmende Mann im Marathon in den vergangenen Jahren, seit September 2013 hat der 33-Jährige kein Rennen mehr über die klassischen 42,195 Kilometer verloren. Schon lange sehnt er sich danach, die 2:02:57 Stunden seines Landmannes Dennis Kimetto (Berlin 2014) zu knacken. „Eines Tages würde ich gerne den Weltrekord laufen“, sagte Kipchoge, der schon 2015 und 2016 in London gewann und vor zwei Jahren den Weltrekord nur um acht Sekunden verfehlte. Neben der Siegprämie von 55.000 US-Dollar würde er für eine neue Bestzeit 125.000 Dollar extra kassieren - hinzu käme dann noch die 100.000-Dollar-Prämie für eine Zeit von unter 2:05 Stunden. „Ich weiß, dass ich den Weltrekord in mir habe, also müssen wir abwarten und sehen, was passiert“, sagte Kipchoge, der vor knapp einem Jahr auf der Formel-1-Rennstrecke im italienischen Monza mit 2:00:25 Stunden die beste jemals gemessene Marathon-Zeit gelaufen war - allerdings unter Laborbedingungen.

Es ist ein erlesenes Feld, das die Macher des London-Marathons zusammengestellt haben: Vier Läufer haben eine Bestzeit von unter 2:04 Stunden. Neben Kipchoge brach auch Kenenisa Bekele (2:03:03) diese Schallmauer, auf der Bahn sammelte er zudem drei Olympiasiege. Ebenfalls am Start ist in London Lokalmatador Mo Farah. Großbritanniens Laufheld konzentriert sich nach seinem Abschied aus dem Stadion jetzt ganz auf die Straße.

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