Fussball

Freitas lässt Cottbus jubeln

Wegen vergangener Ausschreitungen von Cottbus-Anhängern waren keine Gäste-Fans im Karl-Liebknecht-Stadion zugelassen.

Felix Geisler von Cottbus (M) wird von Lukas Knechtel (L) und Marco Flügel (R) von Babelsberg bedrängt

Felix Geisler von Cottbus (M) wird von Lukas Knechtel (L) und Marco Flügel (R) von Babelsberg bedrängt

Foto: pa

Potsdam. Spitzenreiter FC Energie Cottbus hat das brisante Brandenburg-Duell beim SV Babelsberg 03 in der Regionalliga Nordost für sich entschieden. Die Lausitzer gewannen 1:0 (1:0) und untermauerten ihre Aufstiegsambitionen.

Wegen Ausschreitungen von Cottbuser Anhängern beim Auswärtsspiel Ende April 2017 waren nach einem Urteil des Nordostdeutschen Verbands NOFV keine Gäste-Fans im Karl-Liebknecht-Stadion zugelassen. Im Energie-Bereich waren vor knapp einem Jahr der Hitlergruß gezeigt und rechte Parolen gerufen worden.

Babelsberger Anhänger zeigten ein Plakat gegen Kollektivstrafen

Am Sonntag gab es bis zum Schlusspfiff dem Augenschein nach keine besonderen Vorkommnisse auf den Rängen. Die Babelsberger Anhänger zeigten ein Plakat gegen Kollektivstrafen und den NOFV. „Ich finde das nicht gut“, sagte Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz im RBB über den Bann gegen die Fans. „Heute ist wieder der Fußball der Verlierer, weil wir keine Derby-Atmosphäre hatten.“

Marcelo Freitas erzielte in der 17. Minute den entscheidenden Treffer für die Cottbuser. Babelsberg hielt auch nach der Roten Karte für Torwart Marvin Gladrow (29.) wegen Notbremse gut mit, blieb aber zu harmlos. Bei noch ausstehenden acht Partien ist Energie die Qualifikation für die Aufstiegsspiele kaum noch zu nehmen. In den Relegationsspielen würde Cottbus am 24. und 27. Mai auf den Vertreter aus der Regionalliga Nord treffen. Energie und Babelsberg messen sich im Landespokalfinale erneut miteinander.