Birmingham

Leichtahletik: Viele deutsche Chancen bei der Hallen-WM

Birmingham. Edelmetall soll es werden, doch von einem Gold-Coup wie vor zwölf Jahren durch André Niklaus können die deutschen Leichtathleten wohl nur träumen. Der Berliner ist der bis dato letzte deutsche Hallen-Weltmeister, 2006 gewann er in Moskau den Siebenkampf. Danach gab es bei fünf WM elf Medaillen – aber nie mehr Gold. „Ich denke, wir haben um die vier Medaillenchancen, aber bis zum Titel fehlt vielleicht in der Halle die Konstanz auf sehr hohem Niveau“, sagte Niklaus vor der WM in Birmingham (1. bis 4. März).

Lauftalent Konstanze Klosterhalfen (21) könnte am Donnerstag über 3000 Meter das 22-köpfige DLV-Team gleich zum Auftakt motivieren. Auch Hürdenflitzerin Cindy Roleder, Stabhochspringer Raphael Holzdeppe, Sprinterin Tatjana Pinto und Kugel-Ass David Storl sind gut drauf, glaubt Niklaus. Mehrkämpfer Kai Kazmirek traut er ebenfalls Einiges zu. „Aber ob es für den Titel reicht? Ich glaube nicht“, sagt Niklaus (36), der heute in der Finanzbranche arbeitet. Sportdirekor Idriss Gonschinska hofft zudem, dass seine Athleten Erfahrungen sammeln für die EM im August: „Wir haben sicherlich auch Überraschungschancen.“ Die ARD kaufte zwar die Rechte, überträgt aber nicht live.