Sport

IOC hebt Russlands Suspendierung auf

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat drei Tage nach dem Ende der Winterspiele in Pyeongchang die Suspendierung Russlands aufgehoben, weil es keine weiteren positiven Befunde von „Olympischen Athleten aus Russland“ gab. Aus der deutschen Politik gab es für die Begnadigung harsche Kritik. „Wir haben Dopingfälle innerhalb der russischen Mannschaft gehabt“, sagte Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag: „Die werden als Einzelfälle abgetan. Aber entscheidend ist doch, dass sich Russland niemals dazu bekannt hat, was vor Sotschi und in Sotschi passiert ist.“ Die SPD-Politikerin sprach von einem „Desaster“ und einem „Schlag ins Gesicht aller sauberen Athletinnen und Athleten“. Das IOC hatte Russlands NOK im Dezember wegen des Staatsdopingskandals rund um die Spiele vor vier Jahren in Sotschi suspendiert. Bei den Paralympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 18. März) ist Russland noch ausgeschlossen. 30 einzeln überprüfte Sportler aus Russland starten „Neutrale Paralympische Athleten (NPA)“ in Südkorea.