Leipzig

Köln schöpft nach Coup in Leipzig wieder Hoffnung

Leipzig. Die Spieler fielen sich erleichtert in die Arme, Trainer Stefan Ruthenbeck strahlte vor Freude, und die mitgereisten Fans feierten den Überraschungscoup fast schon wie den Klassenerhalt. Der 1. FC Köln stand vor dem Spiel bei RB Leipzig schon mit einem Bein in der zweiten Liga, doch dank einer starken zweiten Halbzeit gewann der Tabellenletzte noch 2:1 (0:1) und sendete ein unerwartetes Lebenszeichen im Abstiegskampf. „Die Jungs glauben noch daran. Wir sind noch ganz weit weg, aber die Chance ist da. Und so lange die Chance da ist, werden wir versuchen, sie zu nutzen“, sagte FC-Geschäftsführer Armin Veh.

Durch den zuvor kaum für möglich gehaltenen Auswärtssieg beim Champions-League-Aspiranten verkürzte Köln den Rückstand auf den Relegationsrang auf sieben Zähler. Der Hamburger SV steht nur noch dank des besseren Torverhältnisses vor dem FC auf dem vorletzten Tabellenplatz. „Jetzt erst mal Hamburg einholen und den Rückenwind nutzen“, forderte Siegtorschütze Leonardo Bittencourt kess. Der Joker (77.) und zuvor Startelf-Debütant Vincent Koziello (70.) hatten das Spiel mit ihren Treffern zugunsten der Gäste noch gedreht. Jean-Kevin Augustin (5.) hatte die in der ersten Hälfte dominanten Leipziger in Führung gebracht.

„Wenn man so eine zweite Halbzeit spielt, dann hat man auch keine Punkte verdient“, sagte RB-Profi Marcel Sabitzer, der auch mit der schwachen Chancenauswertung in der ersten Hälfte haderte. Mit Blick auf die Europa-League-Partie am vergangenen Donnerstag gegen den SSC Neapel ergänzte der Österreicher: „Vielleicht waren wir doch zu müde.“