BUNDESLIGA

Rücktritt von Trainer Schmidt überrascht Wolfsburg

Vier Tage vor dem wichtigen Spiel in Mainz sucht der VfL Wolfsburg einen neuen Coach

Martin Schmidt hat seine Jacken genommen als Trainer des VfL Wolfsburg

Martin Schmidt hat seine Jacken genommen als Trainer des VfL Wolfsburg

Foto: Swen Pförtner / dpa

Wolfsburg.  Der VfL Wolfsburg befindet sich wieder einmal auf Trainer-Suche. Das ist das Resultat nach dem überraschenden Rücktritt von Martin Schmidt (50) am Montag nach nur fünf ­Monaten als Übungsleiter in ­Wolfsburg.

Offenbar wurde die Klub-Führung von diesem Schritt überrascht. Der Schweizer hatte am Montagvormittag VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher, Sportdirektor Olaf Rebbe sowie den Aufsichtsrat über seine Entscheidung informiert. Schmidts Begründung: Er wolle durch seinen Rücktritt dem VfL Wolfsburg ermöglichen, die Situation „durch neue Impulse von der Trainerbank zu verbessern und den immer weiter ­ansteigenden öffentlichen Druck vom Verein zu nehmen.“ In einer Pressemitteilung sagte VfL-Geschäftsführer Schumacher dazu: „Intern waren wir alle fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam das Blatt wenden werden, entsprechend unvorhersehbar kam dieser Vorstoß von ­Martin Schmidt, zumal wir seine ­Beweggründe nicht in allen Teilen nachvollziehen können.“

Schmidt war im September 2017 auf Jonker gefolgt

Schmidt hatte den Trainer-Posten in Wolfsburg erst am 18. September 2017 als Nachfolger von Andries Jonker übernommen. Der Niederländer war nach nur vier Spieltagen entlassen worden.

Für Aufsehen hatte Schmidt, dessen Vertrag eigentlich bis Juni 2019 datiert war, mit einer Startserie von sieben Remis in Folge gesorgt, darunter ein 3:3 gegen Hertha. Unter dem Strich gewann Wolfsburg unter Schmidt nur drei von 19 Bundesliga-Spielen. Dazu kamen elf Unentschieden und fünf Niederlagen. Nach drei Pleiten in Folgen, zuletzt ein 1:2 gegen den FC Bayern, liegt Wolfsburg als Tabellen-14. weiter in der Abstiegsregion, einen Zähler vor Relegationsplatz 16.

Das Training wurde auf den Nachmittag verlegt

. Der ebenfalls in der Kritik stehende VfL-Sportdirektor Rebbe sagte: „Wir hätten das Ziel Klassenerhalt nur allzu gerne mit Martin Schmidt erreicht, aber wir konnten ihn nicht von seiner ­Entscheidung abbringen.“ Somit vollzieht sich in Wolfsburg bereits der achte Trainer-Wechsel in dieser Saison

Am Freitag tritt der VfL beim ebenfalls abstiegs­gefährdeten FSV Mainz an (20.30 Uhr). Die Wolfsburger Klubführung hat das ­Mannschaftstraining vom Dienstag­vormittag verlegt auf 16 Uhr am Nachmittag. Wer die Trainingseinheit leiten soll, will der VfL im Laufe des Dienstags ­bekanntgeben.