Pyeongchang

Jetzt auch schon Laura Dahlmeier vom Winde verweht

Einzel im Biathlon ebenso abgesagt wie Slalom der Frauen

Pyeongchang. Das Wetter bringt den Zeitplan der Olympischen Spiele weiter kräftig durcheinander. Am Mittwoch musste mit dem Slalom der Frauen ein weiterer alpiner Wettbewerb abgesagt werden – er soll nun am Freitag nachgeholt werden. Die beiden Läufe sind für 2.00 und 5.15 Uhr deutscher Zeit angesetzt. Und auch das Einzelrennen der Biathletinnen ist ein Opfer der böigen Winde geworden. Es soll heute (9.15 Uhr) stattfinden.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sieht in den wiederholten Absagen nach wie vor kein Problem. "Es ist genug Zeit übrig", sagte IOC-Sprecher Mark Adams. Wenn der Wind die nächsten 15 Tage weiter blase, wäre das zwar ein Problem, ergänzte er. Doch die Wetterprognosen sind günstig, ab heute sollte der Wind abflauen.

Zuvor waren dem Wind bereits die Männer-Abfahrt am Sonntag und der Frauen-Riesenslalom am Montag zum Opfer gefallen. Beide Rennen mit den deutschen Medaillenkandidaten Thomas Dreßen und Viktoria Rebensburg sollten in der Nacht zu heute stattfinden. Weitere Absagen wären aus mehreren Gründen problematisch. Zwar gibt es am Montag und Dienstag zwei Tage ohne Wettkämpfe – dort ist aber jeweils ein Abfahrtstraining der Frauen angesetzt. Außerdem steht nach dem Super-G der Männer am Freitag im einzigen Hotel am Fuße der Abfahrtsstrecke von Jeongseon der Bettenwechsel an: Die Männer ziehen aus, die Frauen ein.

Die zweimalige Olympiasiegerin Laura Dahlmeier wird über die 15-Kilometer-Strecke mit vier Schießen heute mit der Nummer 34 starten. Den Auftakt aus deutscher Sicht macht Franziska Hildebrand, die sich mit der 23 auf den Weg machen wird. Olympia-Debütantin Maren Hammerschmidt erhielt bei der Startnummern-Auslosung am Mittwoch die 40. Als letzte deutsche Skijägerin startet Franziska Preuß mit der 61. Die Startnummern für das Männer-Rennen (heute 12.15 Uhr) werden erst am Donnerstag ausgelost. Die Deutschen starten ohne Benedikt Doll, den Olympia-Dritten in der Verfolgung. Den Platz des Schwarzwälders nimmt Debütant Johannes Kühn ein. Zudem kämpfen Arnd Peiffer, Simon Schempp und Erik Lesser um die Medaillen.

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