Pyeongchang

IOC bleibt hart und lässt 15 Russen nicht zu Olympia

DOSB begrüßt Entscheidung und sieht Fair-Play gewahrt

Pyeongchang.  Das IOC bleibt hart, der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) begrüßt die klare Linie: Die 15 russischen Athleten und Trainer, deren lebenslange Olympia-Sperren vom Internationalen Sportgerichtshof Cas aufgehoben worden sind, erhalten keine Einladung für die Winterspiele ab Freitag in Pyeongchang. Wahrscheinlich fällt die endgültige Entscheidung wieder vor dem Cas.

„Das ist eine gute Nachricht, dass das IOC trotz des Cas-Urteils nach neuerlicher Prüfung bei seiner Entscheidung bleibt und die russischen Athleten, die am betrügerischen System in Sotschi beteiligt waren, nicht zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang einlädt“, sagte Dirk Schimmelpfennig, Chef de Mission im deutschen Team. Er sieht durch den Schritt wichtige Voraussetzungen des Fair-Play bei den 23. Winterspielen gewahrt. „Für die Chancengleichheit aller Athletinnen und Athleten sowie einen konsequenten internationalen Anti-Doping-Kampf ist es ein gutes und wichtiges Signal“, sagte er.

Zuvor hatte das IOC den 15 Russen weiter die Rote Karte gezeigt und sich dabei auf die Expertise des IOC-Prüfausschusses gestützt. Das Panel hatte jeden Fall noch einmal individuell überprüft und sich einstimmig gegen Einladungen für die 15 Russen ausgesprochen. „Das Gremium hat erneut großartige Arbeit geleistet“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach, der betonte, dass die Fälle anonym bearbeitet worden seien. Dies mache die Entscheidungen so wertvoll, die zuständigen Kommissionen hätten „gewissenhaft und auf gleiche und faire Weise für alle Athleten“ gearbeitet.

Ein Grund für die klare Haltung der Kommission seien zusätzliche Informationen gewesen, die das Gremium erhalten habe und die weitere Zweifel an der Integrität der Sportler hervorgerufen hätten. Dazu gehörten auch die Informationen aus der Datenbank des Moskauer Kontrolllabors, die im November in die Hände der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) gelangt waren. Insgesamt hatte der Cas am vergangenen Donnerstag die lebenslangen Olympiasperren von 28 russischen Sportlern wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Richtlinien bei den Winterspielen in Sotschi 2014 aufgehoben. 13 von ihnen sind aber nicht mehr aktiv.