Antholz

Friedrich wechselt in den Berliner Bob und siegt wieder

Deutsche Frauen beim Biathlon und Snowboarden in Goldform

Antholz. Biathletin Laura Dahlmeier (24) hat eine starke Olympia-Generalprobe in den Südtiroler Schnee gezaubert, auch wenn sie am Sonntag im Massenstart, dem letzten Weltcup-Rennen vor den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) „nur“ den fünften Rang belegte. Zuvor hatte die Bayerin aber die Verfolgung gewonnen und war Sprint-Zweite geworden. „Die Formkurve zeigt nach oben, ich kann ganz vorne angreifen“, sagte Dahlmeier.

Das gilt immer mehr auch für die deutschen Männer, bei denen Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (Breitnau) und Johannes Kühn (Reit im Winkl) mit Rang vier und fünf im Massenstart ihre besten Saisonplatzierungen erreichten. „Die Richtung stimmt, so machen wir weiter“, sagte Kühn, der als letzter von insgesamt zwölf deutschen Skijägern (sechs Frauen, sechs Männer) die Olympia-Norm erfüllte. Eine Klasse für sich war am Sonntag der sechsmalige Gesamtweltcupsieger Martin Fourcade. Der Franzose sicherte sich trotz zweier Strafrunden seinen sechsten Saisonsieg, stand damit im 18. Rennen in Serie auf dem Podest.

Viel Optimismus vor Olympia versprüht auch Snowboarderin Ramona Hofmeister (21/Bischofswiesen), die den Parallel-Riesenslalom im slowenischen Rogla gewann. Hofmeisters Weltcup-Triumph überlagerte allerdings das Olympia-Aus der einstigen Medaillengewinnerinnen Amelie Kober (Fischbachau) und Anke Wöhrer (Bernau), die ihre letzte Nominierungschance nicht nutzen konnten.

Neues Material lässt Bobfahrer Francesco Friedrich auf olympisches Edelmetall hoffen. Während Nico Walther wie die Frauen um die am Sonnabend siegreiche Stephanie Schneider die Bobs der staatlich geförderten FES-Schmiede in Berlin-Adlershof fahren, setzt Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner auf die Wallner-Schlitten aus Tirol. Einzig Friedrich fährt nun beide Marken: Er wechselte nach sieglosen Wochen kurzfristig den Zweierbob und ging dort zum FES-Bob zurück – und siegte mit Thorsten Margis prompt beim Weltcup-Finale am Königssee. „Das war ein ganz gute Ansage für die anderen, die werden jetzt grübeln müssen. Wir sind zum Höhepunkt in Topform“, sagte Friedrich.