Berlin

Starker Vehanen hält Sieg der Eisbären gegen Iserlohn fest

Beim 3:1 überzeugen die Berliner nur im ersten Drittel

Berlin. Uwe Krupp wirkte am Ende vor allem erleichtert. Zwar kommen die Iserlohn Roosters nicht gerade als ein besonders gefürchteter Gegner nach Berlin. In dieser Saison aber gehören die Sauerländer zu den stärksten Mannschaften in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL). In seinem Fazit der Partie gestand der Trainer des EHC Eisbären sogar ein, dass die Roosters einige Zeit besser gespielt hätten als die Berliner. Doch anders als in München beim Spitzenspiel zwei Tage zuvor, in dem die Eisbären mehr Torchancen hatten und dennoch 1:4 verloren, gewannen die Eisbären diesmal. Mit 3:1 (2:1, 0:0, 1:0) setzte sich die Mannschaft von Uwe Krupp durch.

Der Start in das Spiel suggerierte schnell, dass die Berliner als Dritte des Spitzentrios der DEL den Anschluss an Nürnberg und München auf keinen Fall verlieren möchten. Mit dem ersten Angriff demonstrierten sie großen Zug zum Tor und behielten diese Einstellung bei. Das sorgte für einige Unterhaltung auf den Rängen der Mercedes-Benz Arena, die mit 14.200 Zuschauern ausverkauft war, denn gefährliche Situationen vor dem Tor der Sauerländer ergaben sich in schneller Folge. Ein verdeckter Schuss von Jamie MacQueen fand schließlich den Weg ins Netz (9.). Die Führung egalisierten die Iserlohner bald, ein Überzahlspiel führte zum 1:1 durch Jason Jaspers (13.). Ihre Fähigkeiten mit einem Mann mehr auf dem Eis zeigten die Eisbären jedoch auch umgehend, Blake Parlett stellte den alten Abstand mit einem Schuss aus der Distanz wieder her (15.).

In dieser Phase fühlte es sich an, als würde die Partie torreich enden. Allerdings verflachte sie stattdessen ein wenig. Das lag einerseits daran, dass die Berliner ab dem zweiten Drittel ihre Angriffe weniger gradlinig aufzogen. Andererseits gelang es den Gästen, die Eisbären bei ihren Schüssen häufig zu stören, was ihnen Wucht und Präzision nahm. „Sie haben uns wenig Platz gegeben“, sagte Krupp. Zudem erlaubten die Berliner sich in der Defensive einige Unachtsamkeiten, was die Zahl der Angriffe der Roosters deutlich steigen ließ. „Im ersten Drittel waren wir gut, dann haben wir zu viele Chancen zugelassen“, sagte Torhüter Petri Vehanen, der eine starke Leistung zeigte und viele Konter stoppte. Im letzten Abschnitt fanden die Berliner allerdings wieder zu etwas mehr Kompaktheit und erzielten Sekunden vor dem Ende noch das 3:1 durch Thomas Oppenheimer, der ins leere Tor traf (60.). „Es war lange ein ausgeglichenes Spiel“, sagte Krupp, dessen Team nun vier Auswärtsspiele in Serie bestreitet.

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