EM 2024

Olympiastadion führt DFB-Bewerbung an

Erhält Deutschland die Fußball-EM 2024, ist ein Umbau des Olympiastadions für Hertha unwahrscheinlich.

Das Olympiastadion verfügt über 74.461 Plätze

Das Olympiastadion verfügt über 74.461 Plätze

Foto: Christian Charisius / dpa

Frankfurt/Main.  Bei der Kür der zehn Spielorte, mit denen sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für die EM 2024 bewerben will, landet das Berliner Olympiastadion im Ranking klar auf Platz eins. Nürnberg, Hannover, Mönchengladbach und Bremen gingen bei der offiziellen Bekanntgabe am Freitag leer aus. Frankfurt, wo der DFB sitzt, schafft es als letzter Bewerber in die Top Ten.

Die EM 2024 „ist ein Leuchtturmprojekt des gesamten deutschen Fußballs. Wir legen jetzt alles in unsere Bewerbung und werden versuchen, fachlich zu überzeugen“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel zum bevorstehenden Kandidatenduell mit der Türkei.

Uefa entscheidet im September 2018

Bis 27. April 2018 muss der DFB die vollständigen Unterlagen bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa) einreichen, die EM-Vergabe findet im September 2018 statt.

Nach einem transparenten und fairen Auswahlverfahren, in dem insgesamt 103 Kriterien in zehn Sektoren bewertet wurden, setzte sich im Ranking Berlin mit dem Olympiastadion vor München und Düsseldorf durch. Es folgten Stuttgart, Hamburg, Köln, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt. „Wir haben die Stadien, wir haben die Infrastruktur. Eine EM in Deutschland wäre eine ökonomisch sparsame und ökologisch schonende Veranstaltung“, warb Grindel für eine zweite EM auf deutschem Boden nach 1988.

Berlin hofft auch auf die Staffel-WM 2023

Sollte der DFB den Zuschlag bekommen, rückt ein möglicher Umbau des Olympiastadions in weite Ferne – und damit ein Verbleib von Hertha BSC in der Arena. Der Bundesligist hatte im März angekündigt, ab 2025 in einer eigenen, reinen Fußball-Arena spielen zu wollen. Der ebenfalls geprüfte Vorschlag, das Olympiastadion umzubauen, erscheint unwahrscheinlich. Da der Deutsche Leichtathletik-Verband nach der EM 2018 auch die Staffel-WM 2023 nach Berlin holen will, wäre der auf zwei Jahre angesetzte Umbau bis 2025 unmöglich.