Aachen

Debütant Tebbel glänzt im deutschen Springreiter-Team

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Aachen. Maurice Tebbel ließ die Zügel los und riss beide Arme in die Höhe. Nach seiner zweiten fehlerfreien Runde mit Chacco’s Son feierte der Debütant im deutschen Springreiter-Team beim CHIO. Mit dem 23-Jährigen aus Emsbüren im Quartett gelang den Gastgebern wie im Vorjahr der Sieg beim Heimspiel in Aachen. „Das ist einfach ein wahnsinniger Moment“, kommentierte der junge Mann seine Gala-Vorstellung.

„Vor so vielen Leute in diesem riesigen Stadion hier, und dann zweimal null, damit hätte ich vorher nicht gerechnet“, schwärmte der junge Reiter: „Das ist Wahnsinn.“ Den Sieg perfekt machte Philipp Weishaupt als letzter deutscher Starter. Auf Platz zwei kamen die Teams der USA und der Schweiz.

Schon bei seinem ersten Ritt im deutschen CHIO-Team behielt Tebbel junior die Nerven und zeigte eine sehr starke Leistung. Nach der fehlerfreien Auftaktrunde ritt der Neuling aber auch im zweiten Umlauf mit dem Hengst vor 40.000 Zuschauern souverän über die Hindernisse. Nervöser als der junge Reiter selbst war der Vater. „Da geht einem die Pumpe“, stöhnte Rene Tebbel, dreifacher deutscher Meister und inzwischen für die Ukraine am Start.

„Der ist arschcool geritten“, lobte Marcus Ehning, „er hat das super gemacht.“ Ehning selbst zeigte zweimal einen vielversprechenden Auftakt. Der 43-Jährige aus Borken war mit Pret A Tout erster Reiter des Gastgeber-Teams, begann mit einer fehlerfreien Runde, und auch im zweiten Umlauf blieb der dreimalige Weltcupsieger ohne Strafpunkt.

Makellos begann auch Philipp Weishaupt. An seinem Geburtstag startete der 32-Jährige aus Riesenbeck mit Convall fehlerfrei. Im zweiten Umlauf ritt der Sieger des letztjährigen Großen Preises von Aachen mit dem zehnjährigen Hengst erneut fehlerfrei und machte den Sieg perfekt.

Kein überzeugender Auftritt gelang Marco Kutscher. Der 42-Jährige aus Bad Essen kassierte mit Clenur dem elfjährigen Wallach im ersten Umlauf zwölf Strafpunkte, nachdem sein Wallach am Wassergraben verweigert hatte. „Das war nie das Problem“, wunderte sich Kutscher, „aber er hat zugemacht.“ Erst im zweiten Anlauf sprang Clenur über das Wasser: „Wenn man dem etwas Positives abgewinnen will, dann war es, dass es noch geklappt hat.“ In der zweiten Runde blieb es bei Strafpunkten.

( dpa )