Berlin

Olympiasieger peilt bei Berlin-Marathon den Weltrekord an

Zuletzt versuchte xxx unter zwei Stunden zu laufen, nun kommt er zum Berlin-Marathon

Berlin. Anfang Mai ist Eliud Kipchoge auf der Formel-1-Rennstrecke von Monza mit 2:00:25 Stunden die schnellste jemals in einem Marathonlauf erzielte Zeit gerannt. Der Kenianer hatte bei dem von einem Sportartikelkonzern fianzierten Spektakel allerdings eine größere Anzahl von Tempomachern an seiner Seite, besser gesagt: im stetigen Wechsel vor sich, die ihn in ihrem Windschatten zu dieser Zeit zogen. Es war eine Art Laborversuch, kein normaler Wettkampf, allein dafür inszeniert, um die magische Zwei-Stunden-Marke zu knacken. Das ist in regulären Läufen nicht erlaubt, dort dürfen es höchstens drei so genannte Hasen sein. Darauf wird sich der 33-Jährige nun auch beim Berlin-Marathon am 24. September beschränken müssen. Denn hier wird der beste Marathonläufer der Welt antreten.

Um den Status des Besten zu untermauern, will der Olympiasieger von Rio in der deutschen Hauptstadt das schaffen, was ihm noch fehlt: den Weltrekord von 2:02.57 Stunden brechen, den seit 2014 Kipchoges Landsmann Dennis Kimetto hält. Gelaufen in Berlin, auf einer der schnellsten Strecken, wo schon zehn globale Bestzeiten aufgestellt wurden. 2013 etwa durch Wilson Kipsang (2:03:23), einen weiteren Kenianer. "In Monza war ich so nahe dran, die Zwei-Stunden-Marke zu brechen", sagt Kipchoge, "jetzt ist der BMW-Berlin-Marathon für mich die passende Gelegenheit, den offiziellen Weltrekord anzugreifen." Auf den Marathon bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London am 6. August verzichtet er; einen WM-Titel gewann der Kenianer bereits 2003 in Paris über 5000 Meter. Über diese Distanz sicherte er sich auch Olympia-Silber und -Bronze, ehe er sich auf die lange Distanz spezialisierte. 2015 gewann Kipchoge den Berlin-Marathon trotz Probleme mit den Innensohlen seiner Laufschuhe in 2:04:00 Stunden, bei Kipsangs Weltrekord 2013 wurde er Zweiter in 2:04:05 Stunden.

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