Berlin

Spreefüxxe sind Liga-Spitze, aber zum Aufstieg fehlt Geld

Berlin.  Sportlich ist der Aufstieg fast perfekt: Ein Punkt aus den letzten zwei Partien fehlt den Spreefüxxen noch, dann wäre den Berliner Handballspielerinnen die Meisterschaft in der dritten Liga sicher. Ob der frühere Erstligaklub, der sich 2016 aus finanziellen Gründen aus der Bundesliga zurückgezogen hatte, in der nächsten Saison jedoch wirklich zumindest wieder zweitklassig spielen wird, ist weiterhin offen und hängt wieder einmal vom Geld ab, das nach wie vor die Schwachstelle ist.

"Der Aufstieg stellt finanziell eine ziemliche Hürde dar. Aktuell suchen wir noch Sponsoren", sagt Managerin Britta Lorenz vor dem letzten Heimspiel der Saison an diesem Sonnabend (19.30 Uhr, Sporthalle Charlottenburg) gegen die zweite Mannschaft von Bundesligist HC Leipzig. Bis Ende April muss sich der Verein entscheiden, ob er tatsächlich für die zweite Liga meldet.

Die Tendenz geht trotz der höheren Kosten in diese Richtung. Auch um nach dem Rückzug des Berliner TSC den Frauenhandball in der Hauptstadt am Leben zu erhalten. "Die dritte Liga war gechillt, die vielen freien Wochenenden gut fürs Privatleben, aber wirklich Spaß hat es nicht gemacht", sagt Lorenz angesichts des Niveaus in dieser Spielklasse. Sie habe momentan noch Zweifel, ob die zweite Liga zu stemmen sei. Doch manchmal müsse man mutig sein, positiv denken.

Die Füchse-Frauen würden dann allerdings kaum oben mitspielen können. Primäres Ziel wäre der Klassenerhalt. Aus Sicht von Britta Lorenz ist ein Aufstieg trotzdem wichtig für die Weiterentwicklung der jungen Spielerinnen. Die Spreefüxxe haben das Jugendkonzept übernommen, das sich beim männlichen Füchse-Nachwuchs bereits bewährt hat: Die Spielerinnen sollen möglichst früh an höhere Aufgaben herangeführt werden. Offen ist indes, ob die Routiniers alle in die zweite Liga mitgehen.

"Wir wollen jetzt erst einmal unsere sportlichen Hausaufgaben lösen und weitere Sponsoren gewinnen. Danach werden wir uns in Ruhe mit den Spielerinnen zusammensetzen", sagt Managerin Lorenz.

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