Berlin

Posse um Zugangskarte: Polizei holt Saudadier aus der Schwimmhalle

Berlin. Er wollte trainieren, hatte jedoch seine Zugangskarte für die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) nicht dabei. Nicht schlimm, dachte sich Remi Saudadier, er ist ja seit August 2015 als Verteidiger des deutschen Wasserball-Rekordmeisters Spandau 04 ständiger Gast in der Sportschwimmhalle Schöneberg. Man kennt sich. Der Profi aus Frankreich, der bei den Olympischen Spielen in Rio dabei war, trainiert hier nicht nur fast täglich, sondern tritt auch in dieser Halle zu Spielen in Bundesliga und Champions League an.

Doch der 30-Jährige, knapp zwei Meter groß und gut 100 Kilogramm schwer, hatte die Rechnung ohne den Bademeister gemacht. Der wollte ihn ohne Karte nicht in die Halle lassen. Ordnung muss schließlich sein. Als Saudadier sich nicht aufhalten ließ, rief der Bademeister die Polizei. Begründung: Es liegt ein Fall von Hausfriedensbruch vor. Als die Beamten eintrafen, erklärten sie dem verblüfften Profi, dass er mit einer Anzeige rechnen müsse, falls er die Halle nicht verließe.

Saudadier verzichtete also auf das Training und ging. Hagen Stamm, Präsident der Wasserfreunde Spandau, kommentierte den Vorfall verärgert so: „Das ist nicht mehr normal.“