Vierschanzen-Tournee

Eisenbichler bleibt weit hinter Kraft zurück

Tourneeauftakt in Oberstdorf: Deutsche und die Prevc-Brüder enttäuschen. Der Österreicher Kraft holt wieder den Sieg.

Skispringer Stefan Kraft aus Österreich

Skispringer Stefan Kraft aus Österreich

Foto: Angelika Warmuth / dpa

Oberstdorf.  Markus Eisenbichler ärgerte sich über das verpasste Podest, Severin Freund stapfte enttäuscht aus dem Stadion: Einzig Geheimtipp Eisenbichler hat die deutschen Skispringer mit einem guten sechsten Rang vor einem Fehlstart in die 65. Vierschanzentournee bewahrt. Der Sieg in Oberstdorf ging wie schon 2014 an den Österreicher Stefan Kraft.

„Die Weite hat nicht gefehlt, ich muss nur normal landen. Das ärgert mich extrem. Ich habe aber bewiesen, dass ich es drauf habe. Ich ärgere mich nur fünf Minuten, und dann ist es vorbei“, sagte Eisenbichler im ZDF. Nach dem ersten Durchgang hatte der Dritte des Weltcups in Lillehammer noch den vierten Rang belegt, setzte dann aber keinen Telemark.

Der letztjährige Oberstdorf-Sieger Severin Freund (Rastbüchl) belegte dagegen nur den 20. Rang und hat schon alle Chancen auf den Gesamtsieg verspielt. Gleiches gilt für den Gesamtweltcup-Führenden Domen Prevc (17/Slowenien) auf dem 26. Platz. „Es hört sich doof an, aber die Gesamtwertung ist für mich nicht das bestimmende Thema. Es war von Anfang an klar, dass die Tournee zu früh kommt“, sagte Freund, der nach einer Hüft-OP im Frühjahr fünf Monate der Vorbereitung verpasst hatte.

Nicht zu schlagen war Kraft, der auf 139,0 und 134,5 m segelte und mit 308,0 Punkten seinen ersten Saisonsieg vor Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen (305,2) und seinem Landsmann Michael Hayböck (296,2) holte. „Unglaublich. Dass mir das gelingt, ist mega-cool. Das ist einer meiner schönsten Tage“, sagte der Tournee-Sieger von 2015.

Der zuletzt formschwache Tournee-Titelverteidiger Peter Prevc knüpfte vor 25.500 Zuschauern als Zehnter zumindest an alte Stärke an, bester der drei Prevc-Brüder war aber der 20 Jahre alte Cene auf dem achten Rang. Seine Hoffnung: Nur vier der letzten zehn Gewinner am Schattenberg holten am Ende auch den Gesamtsieg.