Oberstdorf

Nur die Landung stört Eisenbichler in der Qualifikation

Rang sechs für den besten Deutschen beim Sieg von Tande

Oberstdorf. Markus Eisenbichler ärgerte sich über eine verwackelte Landung, Severin Freund über einen schwachen Trainingstag. Trotz einer kompakten Teamleistung haben Deutschlands Skispringer in der Qualifikation zum Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee am Freitag (16.45 Uhr/ZDF und Eurosport) noch Luft nach oben gelassen. Beim Sieg des Norwegers Daniel André Tande landete Eisenbichler vor 14.200 Fans in Oberstdorf als bester DSV-Springer mit 137 Metern auf dem sechsten Platz. „Die Landung muss um einiges besser werden“, sagte der deutsche Hoffnungsträger.

„Markus hat leider keine saubere Landung gesetzt, sonst wäre ein besseres Ergebnis möglich gewesen“, analysierte Bundestrainer Werner Schuster. Dennoch war er mit dem Auftritt seiner Schützlinge, von denen neun den Sprung in den Wettbewerb schafften, zufrieden. „Wir sind kompakt und in einer guten Ausgangsposition. Es kann losgehen.“

Tande setzte sich mit dem weitesten Satz des Tages auf 139 Meter vor Polens Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch und dem Österreicher Stefan Kraft durch. Topfavorit Domen Prevc aus Slowenien wurde seiner Rolle noch nicht gerecht. Der Weltcup-Spitzenreiter landete nur auf Rang acht – noch hinter Stephan Leyhe. Der 24-Jährige wurde mit 132,5 Metern Siebter. „Ich bin gut reingekommen in die Tournee. Das war das Wichtigste“, sagte er. Auch Team-Olympiasieger Andreas Wellinger war mit dem Tag zufrieden. 129,5 Meter reichten für ihn zu Rang 13: „Es schaut ganz gut aus. Die Formkurve zeigt nach oben.“ Direkt dahinter reihte sich Richard Freitag ein.

Für Freund, der im Vorjahr für den ersten deutschen Auftaktsieg seit 13 Jahren gesorgt hatte, blieb mit 126,5 Metern nur der 19. Platz. „Es hat in dieser Saison leider Tradition, dass die Trainingstage nicht gut sind“, stellte der Weltmeister fest. Die Hoffnung auf einen guten Start hat er aber noch nicht aufgegeben: „Ich habe es schon öfter geschafft, mich im Wettkampf zu steigern. Das strebe ich auch hier an.“ Anders als Freund meldete sich Vorjahresdominator Peter Prevc rechtzeitig zum Tournee-Auftakt zurück (132,5 Meter). Licht am Ende des Tunnels sieht auch Team-Olympiasieger Andreas Wank (128 Meter).