Berlin

Volleys-Trainer Serniotti ist nun als Psychologe gefragt

Berlin.  Sie hatten stark gespielt vor 4000 extrem lauten Zuschauern. Und sie hatten den großen Favoriten am Rande einer Niederlage. Doch am Ende reichte es dennoch nicht für die BR Volleys. Sie verloren die Champions-League-Vorrundenpartie am Donnerstagabend bei Asseco Resovia Rzeszow in Polen mit 2:3 (25:15, 15:25, 25:23, 22:25, 12:15).

Die Köpfe hingen tief bei Wouter Ter Maat, Tsimafei Zhukouski sowie Robert Kromm. Und deshalb ist Roberto Serniotti, der Trainer der BR Volleys, nach einem kurzen Weihnachtsurlaub auch als Psychologe gefragt. „Wir müssen daran arbeiten, ruhig zu bleiben, wenn es in einem Spiel darum geht, auch mal den Sack zuzumachen“, sagte der Italiener nach der vermeidbaren Niederlage in Polen. Immerhin bewies der deutsche Volleyball-Meister in dem 133 Minuten dauernden Match, dass er mit europäischen Spitzenklubs auf Augenhöhe ist. „Letztlich hat uns nur ein bisschen das Glück gefehlt, um mehr als einen Punkt mitzunehmen“, meinte Serniotti.

Trotz Pleite in Rzeszow ist das Weiterkommen noch möglich

Dennoch stellt sich die Lage in der Königsklasse für die BR Volleys nach zwei Spieltagen recht komfortabel dar. Dank zweier Satzgewinne gegen Rzeszow konnten die Berliner einen Punkt aus der Partie mitnehmen und liegen mit nun vier Zählern gleichauf mit Rzeszow auf Platz zwei der Vierergruppe, gefolgt von Cucine Lube Civitanova aus Italien mit drei Zählern. Der Erst- und Zweitplatzierte qualifizieren sich für die K.o.-Runde der letzten zwölf Mannschaften, dazu kommen auch noch die beiden besten Dritten aus den fünf Vorrundengruppen weiter.

Am 18. Januar folgt für den deutschen Meister der nächste Champions-League-Auftritt beim noch sieglosen Gruppenletzten Dukla Liberec in Tschechien. „Der Punktgewinn in Rzeszow kann am Ende sehr wertvoll für uns sein, aber ausruhen können wir uns darauf nicht“, mahnt Serniotti. Zuvor geht es am 8. Januar mit der Rückrunde der Bundesliga gegen Bühl weiter.