Eishockey

Eisbären beenden Niederlagenserie gegen Wolfsburg

Beim 2:1 gegen Wolfsburg gibt Neuling Roach für die Berliner ein passables Debüt. Es ist der erste Sieg nach drei Pleiten in Serie.

Der Berliner Micki DuPont (2. vl) gegen Wolfsburg

Der Berliner Micki DuPont (2. vl) gegen Wolfsburg

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Berlin.  Eine kleine Tradition ist es auf jeden Fall schon. Obwohl Uwe Krupp die Eisbären Berlin trainiert, kann er zu Weihnachten seinen Sohn Björn sehen. Der ist zwar Profi in Wolfsburg, doch in den vergangenen Jahren trafen beide Mannschaften rund um die Festtage stets aufeinander in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Das könnte auch noch eine Weile so weitergehen, Wolfsburg verlängerte den Vertrag von Björn Krupp am Freitag bis 2019.

Einen Verteidiger wie seinen Sohn, den würde sich Krupp sicher auch bei den Eisbären gut vorstellen können. Defensiv solide, kampfstark. Bekommen hat Krupp kurz vor der Partie gegen Wolfsburg Alex Roach, einen jungen Mann aus Nordamerika mit deutschem Pass. Gegen die Grizzlys gab der Abwehrspieler sein Debüt bei den Eisbären. Persönlich ein ordentliches, das beim 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) auch einen guten Rahmen hatte. Nach drei Niederlagen gewann der EHC wieder.

Machacek und DuPont treffen

Der neue Mann erlebte seine Premiere bei den Eisbären, die wegen des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz vom Montag eine Schweigeminute abhielten und mit Trauerflor spielten, gleich aus der ersten Reihe. In die Startaufstellung schickte Krupp den 23-Jährigen, an der Seite von Micki DuPont. Dort machte er einen passablen Eindruck, spielte genaue erste Pässe, stahl mit seinem extrem langen Schläger dem Gegenspieler sogar mal den Puck, durfte gleich in Überzahl ran. Roach machte wenig falsch.

„Ich bin sehr glücklich mit meinem Debüt. Das macht Spaß mit den Jungs“, sagte Roach.

Das galt zunächst auch für die Eisbären, ihnen war anzusehen, dass ihnen das Fest mit einem Sieg besser gefallen würde. Spencer Machacek kämpfte den Puck im Nachsetzen früh über die Linie (6.). Hernach entwickelte sich ein von harter Arbeit geprägtes Spiel mit viel Kampf und oft auch Krampf. Wolfsburg kam dabei zu den besseren Chancen, Gerrit Fauser nutzte eine davon zum Ausgleich (39.). Wieder im Nachsetzen traf DuPont zur erneuten Führung (43.) und sorgte für den Sieg der stärker werdenden Berliner, die am zweiten Feiertag bereits beim ERC Ingolstadt antreten (16.30 Uhr).