München

Nach Thiago-Gala wird Müller bei Bayern angezählt

München.  Die bayerische 3:0-Lehrstunde gegen RB Leipzig trug einen Namen: Thiago. Als Zehner war der Spanier der Taktgeber des Bayern-Spiels mit 122 Ballaktionen gegen den Aufsteiger am Mittwoch. Seine famose Leistung war der Schlüssel zum Statement-Sieg kurz vor Weihnachten.

Es war auch ein gelungener Schachzug von Trainer Carlo Ancelotti, den 25-Jährigen auf die Position hinter der Spitze zu schieben, in der sich eigentlich Thomas Müller am wohlsten fühlt. Während Thiagos Gala gegen Leipzig wäre Müller beinahe festgefroren. Als Bankdrücker und Zuschauer bei der für die Bosse wie den Trainer wichtigsten Auseinandersetzung der Hinserie. Passend zum Abschluss dieser für Müller verkorksten Hinrunde. In Zahlen: Nur ein Treffer in 13 Bundesliga-Spielen gelang Müller. 100 Prozent Tore mehr, also zwei, erzielte er in sechs Partien der Champions League, insgesamt vier in 22 Pflichtspielen. Alle 379,5 Minuten ein Tor. Zum Vergleich: In der vergangenen Saison kam Müller noch auf 32 Treffer in 49 Partien, machte alle 78 Minuten ein Tor.

Und so musste er nun eine Spitze von Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge über sich ergehen lassen: Dieses 3:0 gegen Leipzig sei „Motivation, dass die Spieler 2017 das ein oder andere vielleicht besser machen müssen. Und das ist hier der Fall“. Bei Müller. Das Lachen, die Lockerheit, all das ist noch da, die Selbstverständlichkeit fehlt ihm allerdings. Die gute Nachricht für Müller: das Fußball-Jahr ist nun rum.