Mönchengladbach

Hecking kommt für Schubert

Mönchengladbach tauscht nach der Niederlage gegen Wolfsburg den Trainer

Mönchengladbach. Der aktuelle HSV-Trainer Markus Gisdol genehmigte sich nach dem Aus in Hoffenheim im Oktober 2015 eine lange Auszeit auf Jamaika. Eine solche Portion Sonne, Strand und Freiheit braucht Dieter Hecking offenbar nicht, auch wenn er Weihnachten noch in Norwegen verbringt. Zweieinhalb Monate nach seiner Beurlaubung beim VfL Wolfsburg Anfang Oktober kehrt der 52-Jährige in die Bundesliga zurück. Bei Borussia Mönchengladbach wird Hecking in Kürze einen Vertrag bis Juni 2019 unterschreiben und damit die Nachfolge des am Donnerstagvormittag beurlaubten André Schubert antreten.

Es waren es vor allem die schlaffen, ideenlosen Auftritte der Fohlen-Elf, die Wochen immer mehr Zweifel hatten aufkommen lassen und nach dem 1:2 gegen Heckings Ex-Klub Wolfsburg zur Trennung führten. Trotz ständiger Personal- und Taktikwechsel gelang es Schubert nicht, den Abwärtstrend zu stoppen. Mit drei Punkten Vorsprung auf Gisdols HSV überwintern die in der Champions League lange ordentlich mitmischenden Gladbacher nun als Abstiegskandidat.„Man merkt, dass die Jungs einen Rucksack mit sich tragen. Deswegen sind wir der Überzeugung, dass der Mannschaft ein Neustart hilft“, sagte Schubert selbst.

Diese Entwicklung hatte Sportdirektor Max Eberl nicht absehen können, als er vor drei Monaten Schuberts Vertrag noch bis 2019 verlängerte. Ein Fehler, der nun eine siebenstellige Euro-Summe kosten dürfte. Und Kritik einbringt. Dortmunds Boss Hans-Joachim Watzke meckerte etwa nach dem siebten Trainertausch der Saison. „Der, der gerade noch der Heilsbringer war, ist ein paar Wochen später schon wieder entlassen. Das ist mir momentan zu aufgeregt. Wenn man überzeugt von der Arbeit ist, dann muss man auch mal ein, zwei Talsohlen durchstehen“, sagte Watzke: „Man muss aufpassen, dass man nicht jegliches strukturelle Arbeiten schon im Vorhinein pulverisiert, indem man sich nach tagesaktuellen Eindrücken richtet.“