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Biathlon: 31 Russen unter Verdacht

Unbeeindruckt von schweren Dopingverdächtigungen gegen sein Land ist der russische Biathlet Anton Schipulin beim Sprint in Nove Mesto/Tschechien auf das Podest gestürmt. Der Biathlet belegte Rang zwei, 1,6 Sekunden hinter Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade aus Frankreich. Bester Deutscher war Arnd Peiffer (Wolfenbüttel), der sich aber mit Rang elf begnügen musste. Thema des Tages war jedoch der Dopingskandal, der jetzt auch den Biathlon erreicht hat. Dem Weltverband IBU liegt eine Liste mit 31 dopingverdächtigen Russen vor, wie Präsident Anders Besseberg sagte. Darunter seien auch Sportler, die noch aktiv laufen. Einige der Athleten seien schon gesperrt, andere hätten ihre Karriere bereits beendet. Die Liste stamme von der Welt-Anti-Doping-Agentur ­Wada, die bei der Veröffentlichung ihres McLaren-Berichts über staatlich organisiertes Doping zunächst keine Zahlen bestimmter Sportarten ­genannt hatte. Mehr als 1000 russische Sportler sind nach Wada-Angaben zwischen 2011 und 2015 Teil institutionellen Staatsdopings gewesen.