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Handball-Frauen verpassen Halbfinale

Zwei Stunden lang hofften die deutschen Handballerinnen im Scandinavium von Göteborg und im Teamhotel auf eine Überraschung, doch der Traum vom Halbfinale der Europameisterschaft ist geplatzt. Der überzeugende 28:22 (12:9)-Sieg gegen Gastgeber Schweden reichte der Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler nicht, um erstmals seit 2008 in die Runde der letzten Vier einzuziehen. Frankreich schnappte den Deutschen mit dem 28:21 (15:12) gegen Serbien den zweiten Platz in der Gruppe 1 noch weg. Dennoch herrschte im deutschen Lager Zufriedenheit. „Es war eine tolle Mannschaftsleistung. Diesem Druck muss man erst mal standhalten“, sagte Biegler: „Toll, diese Mannschaft kann stolz auf sich sein.“ Am Freitag (15.45 Uhr) spielt die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) gegen Rumänien um Platz fünf. Gegen Schweden war Emily Bölk vor 5031 Zuschauern mit fünf Treffern beste Werferin. Nach ihrem Sieg waren die DHB-Frauen noch jubelnd und befreit durch die Katakomben der Arena gelaufen. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte die überragende Torhüterin Clara Woltering. Die erste Halbzeit des anschließenden Spiels der Französinnen sahen die Deutschen sich noch in der Halle an.