Hamburg

Aufsichtsrats-Chef des HSV schmeißt die Brocken hin

Hamburg. Der neue Vorstandschef Heribert Bruchhagen ist noch gar nicht im Amt beim Hamburger SV, da sorgt die nächste personelle Volte für Missstimmung. Wenige Tage nach der Entmachtung Dietmar Beiersdorfers zog Karl Gernandt (56) mit seinem Rücktritt als Aufsichtsratschef die Konsequenzen aus dem monatelangen Zwist im ­wichtigsten Gremium des HSV.

„Ich kann und werde nicht die Hauptverantwortung für so ein Verhalten tragen und bin entsetzt, mit welchen Kräften im Verein und Aufsichtsrat die sportliche und langfristige Entwicklung riskiert wird. Wenn persönliche Motive über professionelles Verhalten gestellt werden, macht dies nachhaltige Führungsarbeit unmöglich“, wird Gernandt, ein enger Vertrauter von Mäzen Klaus-Michael Kühne, auf der HSV-Internetseite zitiert. Hintergrund waren die Indiskretionen rund um die Freistellung von ­Beiersdorfer.

Sein Nachfolger Bruchhagen, der heute seinen Dienst beim Tabellen-16. beginnt, muss nun schnell einen sportlichen Leiter ­präsentieren, der die Transfers im ­Winter abschließen soll. Das Wechselfenster ist vom 1. bis 31. Januar 2017 ­geöffnet.