Sport

Ein Wechsel der Identität

Keine Unterzeile bitte!!!!!

Kontinuität und Verlässlichkeit waren neben der Jugendarbeit stets wichtige Eckpfeiler in der Philosophie der Füchse Berlin. Die kurzfristige Trennung von Trainer Erlingur Richardsson passt nicht in dieses Bild. Noch nie wurde bei den Berliner Handballern ein Trainer mitten in der Saison verabschiedet.

Dass es nun trotzdem passiert, zeigt, unter welchem Druck der Verein steht, der sich in den vergangenen Jahren stetig nach oben entwickelt hat. Und der noch weiter nach oben will. Um zu den Spitzenteams um THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen aufzuschließen, hat Geschäftsführer Bob Hanning Spitzenspieler wie Hans Lindberg oder Steffen Fäth verpflichtet. Was sich allerdings 2011 bei Iker Romero als Glücksgriff erwies, gestaltet sich nun problematisch. Weder Fäth noch Lindberg haben die Spielerpersönlichkeit des Spaniers. Hinzu kommt ein Petar Nenadic, der mit seinem Eigensinn nie so richtig zur Vereinsphilosophie gepasst hat, sich aber durch seine vielen Tore und die zahlreichen Ausfälle im linken Rückraum unverzichtbar gemacht hat.

Nun muss Trainer Richardsson gehen, da es ihm weder gelungen ist, aus Fäth das herauszuholen, was der Nationalspieler kann, noch hat er die sehr von sich überzeugten Lindberg (35) und Nenadic (30) eingefangen. Richardsson passte zum Grundgedanken der alten Füchse, Marke fleißiger Jungtrainer von nebenan. Velimir Petkovic gehört zu einer ganz anderen Philosophie.

Möglicherweise schafft er es ja, die Berliner Mannschaft wieder zu einer Einheit zu formen. Die Füchse müssen allerdings aufpassen, dass sie sich beim Streben nach oben nicht allzu weit von ihrer eigenen Identität entfernen.