Ingolstadt/Leipzig

RB Leipzig will Wut an Hertha auslassen

Trotz erster Pleite in Ingolstadt soll der Aufsteiger mutig bleiben

Ingolstadt/Leipzig. Der ersten Pleite folgte prompt eine wütende Ankündigung: „Sie können sich nächsten Samstag angucken, wie die Reaktion sein wird“, sagte Ralph Hasenhüttl, nachdem der Trainer von Aufsteiger RB Leipzig bei seinem Ex-Klub FC Ingolstadt die erste Saisonniederlage hatte hinnehmen müssen (0:1). Der kommende Gegner der Sachsen ist Hertha BSC.

13 Spieltage lang waren die Leipziger ungeschlagen durch die Bundesliga gestürmt, ehe sie beim bisherigen Schlusslicht ins Stolpern gerieten und erstmals in dieser Spielzeit auch ohne eigenen Treffer blieben. „Das ist ein Rückschlag, aber den können wir verkraften“, meinte Hasenhüttl, der von einem „ausgerechnet in Ingolstadt“ nichts wissen wollte. „Niederlagen tun immer weh“, sagte der Österreicher, „egal, gegen wen“.

Vom teilweise rauschhaften Powerfußball war bei den Leipzigern diesmal nichts zu sehen. Merkwürdig gehemmt agierten sie vor allem in der ersten Hälfte gegen leidenschaftliche Ingolstädter, deren Coach Maik Walpurgis RB durch eine überraschende Dreierkette in der Defensive gar nicht in Schwung kommen ließ. „Wir hätten uns von Anfang an mehr zutrauen müssen und nicht die Bälle nach vorn schlagen dürfen. Sie haben uns ein bisschen den Schneid abgekauft“, sagte RB-Profi Diego Demme.

Dreierkette als probates Mittel gegen den Emporkömmling

An der Dreierkette des Gegners habe es aber nicht gelegen, befand Hasenhüttl. Schließlich habe auch Freiburg so gegen sein Team gespielt und 1:4 verloren. Und dennoch drängt sich der Eindruck auf, dass dem forschen Emporkömmling mit einer kompakten, in der Abwehrmitte gestärkten Defensive beizukommen ist. Eine Blaupause für die Liga? Hertha hat zumindest in der vergangenen Saison bisweilen mit einer Dreierkette agiert.

„Es war klar, dass so ein Spiel irgendwann kommen würde, doch das wirft uns nicht um“, meinte Hasenhüttl nach dem unerwarteten Systemabsturz, den Ingolstadts Roger mit seinem Tor in der 12. Minute eingeleitet hatte. Immerhin bleibt RB punktgleich mit dem FC Bayern und ist nur wegen der deutlich schlechteren Tordifferenz Zweiter. Nach dem Duell gegen Hertha folgt zum Jahresabschluss der Gipfel in München.