Pokljuka

Dahlmeier gewinnt erstmals Sprint und Verfolgung

Neureuther und Luitz verpassen nur knapp Podest in Val d’Isère

Pokljuka. Gemischte Gefühle bei den deutschen Wintersportlern: Während Biathletin Laura Dahlmeier glänzte, blieben das alpine Team und die Skispringer hinter den Erwartungen zurück.


Beim Biathlon-Weltcup in Pokljuka hat Laura Dahlmeier (23) ihren dritten Saisonsieg geholt und ihre Führung im Gesamtweltcup ausgebaut. Einen Tag nach ihrem Sprintsieg setzte sie sich auch in der Verfolgung durch und holte damit ihren zehnten Weltcuperfolg. Das deutsche Mannschaftsergebnis rundete Franziska Hildebrand als Achte ab. Für Dahlmeier war es der erste Doppelsieg aus Sprint und Verfolgung überhaupt.


Bei den Männern verpasste Simon Schempp trotz guter Ausgangsposition den Sprung aufs Podest. In der Verfolgung belegte der 28-Jährige nach einer Strafrunde Platz fünf. Sieger wurde der Franzose Martin Fourcade. Zweitbester Deutscher war Michael Rösch, der aber für Belgien startet. Seinen sechsten Platz widmete der Staffel-Olympiasieger von 2006 unter Tränen seinem verstorbenen Ex-Trainer Klaus Siebert.


Nach seinem folgenschweren Rutscher ließ sich Stefan Luitz im Ziel von Val d’Isère in den Schnee fallen und streckte alle Viere von sich. Wie Teamkollege Felix Neureuther gab der Allgäuer beim Riesenslalom durch einen Fehler kurz vor Schluss eine Podiumsplatzierung noch aus der Hand. So sprangen die Plätze vier für Neureuther und fünf für Luitz für die deutschen Skirennfahrer beim Sieg des Franzosen Alexis Pinturault heraus.


Viktoria Rebensburg ist auch in ihrem zweiten Riesenslalom des Winters der Weltspitze hinterhergefahren. Die 27-Jährige aus Kreuth musste sich in Sestriere/Italien mit dem 23. Rang begnügen, ihr Rückstand auf Siegerin Tessa Worley betrug 2,92 Sekunden. Sie war aber beste deutsche Starterin.


Die deutschen Skispringer um Weltmeister Severin Freund (Rastbüchl) sind beim ersten Weltcup-Wettbewerb in Lillehammer am Podest vorbeigeflogen. Freund kam beim dritten Saisonsieg des Slowenen Domen Prevc nicht über den elften Platz hinaus, Markus Eisenbichler (Siegsdorf) war als Siebter bester Deutscher. Prevc siegte mit den beiden weitesten Tagessprüngen auf 142,5 und 141,5 Meter mit 301,2 Punkten.