Frankfurt

Nagelsmann klagt an: „Im realen Leben klicken da die Handschellen“

Frankfurt.  Nach dem Chaos hatte Christian Dingert noch Sinn für Humor. Der Schiedsrichter, der beim überharten 0:0 zwischen Eintracht Frankfurt und der TSG Hoffenheim am Freitagabend überfordert war und trotz zahlreicher Fouls keine einzige Karte im ersten Durchgang zeigte, sagte zu Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann später, „dass ich ihn in der Halbzeit hätte auswechseln müssen“, berichtete der Coach.

Bemerkenswert war auch, dass „Opfer“ Sandro Wagner für eine kurze Sperre von Rotsünder Timothy Chandler plädiert. Der Abwehrspieler der Hessen war in der 82. Minute des Feldes verwiesen worden, nachdem er Wagner an den Hals gefasst hatte. „Ich hoffe, er wird nicht lange gesperrt. Chandler tut mir leid“, sagte Wagner. Der Ex-Herthaner stand noch einmal im Blickpunkt. Doch den Ellenbogen-Schlag von Frankfurts David Abraham gegen den Kopf des Hoffenheimer Torjägers (32.) übersah Dingert. Nagelsmann bewertete die Tätlichkeit als vorsätzliche Körperverletzung: „Wenn ich irgendwo sehe, wie ein Mann einem anderen mit dem Ellbogen in dieser Art und Weise ins Gesicht schlägt, klicken die Handschellen. Der wird das Tageslicht so schnell nicht mehr wieder sehen. Da fehlt mir die Relation zwischen dem Sport und dem realen Leben“, sagte der TSG-Trainer.