Berlin

Die irren Vertragsklauseln von Schweinsteiger und Co.

Berlin. Bastian Schweinsteiger verdient bei Manchester United 10,5 Millionen Euro pro Jahr an Grundgehalt, Felix Kroos bei Champions-League-Sieger Real Madrid sogar über 14,5 Millionen Euro. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf die Enthüllungsplattform Football Leaks.

Um die Millionen zu verteilen, kommt es zuweilen zu kuriosen Vereinbarungen. Javier Hernandez von Bayer Leverkusen zum Beispiel (Grundgehalt 350.000 Euro pro Monat) soll sich dem Bericht zufolge eine in der Bundesliga unübliche Torklausel in den Vertrag haben schreiben lassen. Für jedes fünfte Pflichtspieltor gibt es 100.000 Euro oben drauf. In 2015/16 schoss Hernandez, genannt Chicharito, wettbewerbsübergreifend 26 Tore – macht eine halbe Million Euro extra.

Roberto Firmino habe beim FC Liverpool einen gestaffelten Torbonus festschreiben lassen, der ihm bis zu 85.000 Pfund pro Tor extra garantieren soll, 25.000 Pfund pro Assist dazu. Teamkollege Emre Can freute sich laut „Spiegel“ über einen jährlichen Loyalitätsbonus von zwei Millionen Pfund, den er bereits 2015 und 2016 eingestrichen hat. Sein Vertrag läuft bis 2018. Cans Debüt in der deutschen Nationalelf im September 2015 im EM-Qualifikationsspiel gegen Polen (3:1) wurde ihm mit 250.000 Euro versüßt.

Der Italiener Mario Balotelli bekam in Liverpool (2014/15) dank des absurden Paragraphs acht seines Vertrages (Good Conduct Bonus) eine Million Pfund extra, wenn er weniger als drei Platzverweise in der Saison kassiert. Zufällig präsentierte sich der Italiener in diesem Jahr so handzahm wie nie. Beinahe provinziell nimmt sich da die Klausel aus, die einzelne Profis des VfL Wolfsburg im Vertrag haben sollen: Der Wohnort darf nicht mehr als 35 Kilometer vom Stadion entfernt liegen.