Berlin

Boris Becker nicht mehr Trainer von Novak Djokovic

Berlin. Die deutsche Tennis-Ikone Boris Becker (49) und Ausnahmespieler Novak Djokovic (29) haben ihre Zusammenarbeit beendet. Das erklärte der Serbe am Dienstag auf seiner Homepage und in sozialen Medien. Djokovic gewann mit Cheftrainer Becker in drei Jahren sechs Grand-Slam-Titel und ­feierte insgesamt 25 Turniersiege.

„Nach drei erfolgreichen Jahren haben Boris und ich einvernehmlich entschieden, unsere Zusammenarbeit zu beenden“, erklärte Djokovic: „Wir haben unsere gemeinsame Ziele vollends ­erreicht. Ich möchte ihm für seine ­Kooperation und Leidenschaft, sein Teamwork und Engagement danken.“

Laut „Bild“ soll Djokovics Nähe zu Pepe Imaz, einem spanischen Mentaltrainer und Ex-Profi, ausschlaggebend für die Trennung gewesen sein. Becker soll daher die ihm angebotene Vertragsverlängerung abgelehnt haben. Imaz ­gehört laut Djokovic schon länger zum Team. Die „Sport Bild“ berichtete, dass das Konzept von Imaz, von „Liebe und Frieden“, Spiritualität und Meditation Djokovic offensichtlich stärker angezogen hat als der leistungsorientierter Ansatz von Becker.

Die Trennung hatte sich angebahnt. Becker hatte bereits in englischen ­Medien bereits eine Art Fazit gezogen. „Ich habe die vergangenen drei Jahre sehr genossen“, sagte der dreimalige Wimbledonsieger: „Ich war in meinem Element und werde auch zukünftig in meinem Element sein. Ich bereue nichts. Es war eine unglaubliche Zeit.“

An Beckers Seite hatte Djokovic zweimal bei den Australian Open, zweimal in Wimbledon sowie je einmal bei den French Open und US Open triumphiert. In der zweiten Saisonhälfte 2016 verspielte Djokovic, geplagt von persönlichen Problemen und Verletzungen, ­jedoch seinen großen Vorsprung und rutschte in der Weltrangliste auf Platz zwei hinter Olympiasieger Andy Murray (Großbritannien) ab.