Berlin

BR Volleys starten mit Sensationssieg in die Königsklasse

Berlin.  Sebastian Kühner sah aus, als würde er gleich platzen. Mit einem Ass hatte der Zuspieler der BR Volleys gerade das Spiel gegen Cucine Lube Civitanova beendet. 3:1 (21:25, 25:16, 25:18, 26:24) gewannen die Berliner ihre erste Champions-League-Partie, und das gegen den Favoriten aus Italien, den Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand vor der Partie als beinahe unschlagbar bezeichnet hatte. Nachdem Kühner lange genug die Luft angehalten hatte, um sicher zu sein, dass der Sieg Wirklichkeit war, atmete er aus und brüllte seine Begeisterung seinen Mitspielern entgegen.

Volleys-Trainer Roberto Serniotti hatte überraschend den Berliner starten lassen, dazu Aleksandar Okolic im Mittelblock und Wouter ter Maat auf Diagonal, was das italienische Trainerteam zu hektischem Getuschel veranlasste. Trotzdem verloren die Berliner den ersten Satz. Im zweiten Satz gingen die Hausherren mutig zu Werke und rissen die 4321 Zuschauer in der Schmelinghalle von ihren Sitzen. Wie entfesselt pflügten die Volleys durch Satz drei, der Unterschied zum italienischen Tabellenführer war erstaunlich deutlich zu sehen: Die BR Volleys präsentierten sich als ­geschlossene Einheit, die den amtierenden Champions-League-Dritten auch im vierten Satz rat- und mittellos ­zurückließ.