Berlin

Olympiasieger testet junges deutsches Wasserball-Team

Berlin. Spitzensport gibt es in Berlin sehr viel. Dass allerdings ein Olympiasieger am Start ist, kommt doch eher selten vor. An diesem Dienstag (19.30 Uhr, Sportschwimmhalle Schöneberg) ist das aber der Fall. Die serbischen Wasserballer mit ihrem Superstar Filip Filipovic, vor knapp vier Monaten in Rio nach einem 11:7 gegen Kroatien im Finale mit Olympia-Gold dekoriert, treten in der Weltliga bei Gastgeber Deutschland an.

„Vielleicht können wir sie ein bisschen ärgern“, sagt Interims-Bundestrainer Hagen Stamm, „vor allem jedoch wollen wir unserem Wasserball-Publikum mal den Olympiasieger zeigen.“ Das deutsche Team, dessen Ziel die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio ist, steckt in einem Verjüngungsprozess und ist nach normalen sportlichen Maßstäben gegen Serbien chancenlos. Das erste Spiel der Weltliga verloren die Deutschen, allerdings durch einen Virus arg geschwächt, nach tapferer Gegenwehr 7:10 in der Slowakei. „Die junge Mannschaft hat große Moral gezeigt“, lobt Stamm. Aber gegen Serbien? „Egal, gegen wen“, knurrt der Coach, „grundsätzlich verliere ich nicht gern.“

( diw )