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Basketball: Hagen fliegt aus der BBL

Der Traditionsstandort Hagen verschwindet zum zweiten Mal von der Basketball-Landkarte. 13 Jahre nach dem finanziellen Kollaps von Brandt Hagen ist auch das Aus von Nachfolgeverein Phoenix in der Bundesliga besiegelt. Dem bereits insolventen Klub fehlen 800.000 Euro, um den Spielbetrieb bis Ende der Saison aufrechtzuerhalten. Das Heimspiel gegen Braunschweig am 10. Dezember soll die vorerst letzte Partie Hagens sein – wenn die Profis nicht vorher schon abgereist sind. Alle bisherigen Spiele werden aus der Bundesliga-Wertung genommen, auch der 81:77-Sieg Alba Berlins. Völlig ungewiss ist die Zukunft des Vereins; die Entscheidung des Amtsgerichts Hagen am Donnerstag ist maßgeblich dafür, ob er einen Neustart in der zweiten Liga wagen darf oder bis in die viertklassige Regionalliga abstürzt. Phoenix hofft nach der Einstellung des Spielbetriebs auf einen Neuaufbau ab Sommer 2017 in Liga zwei mit eigenen Talenten und gekürztem Etat. Als erster sportlicher Absteiger könnte Hagen dafür im März des kommenden Jahres die Lizenz beantragen.