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Union bester Klub in Sachen Müll

Im Kampf gegen die Flut der Einwegbecher, Pappteller und Plastikbestecke in den Stadien der Fußball-Bundesliga ist der 1. FC Union bundesweit Spitze. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat den Zweitligisten für das beste Abfallmanagement ausgezeichnet. Als größte Umweltsünder wurden unterdessen Borussia Dortmund und Bayern München gerügt, die Klubs mit dem höchsten Zuschauerschnitt. Während der ersten elf Spieltage der Saison verursachten die beiden Vereine einen Abfallberg von mehr als 1,4 Millionen Plastikbechern.

In einer Umfrage unter den 36 Erst- und Zweitligisten wurde Union, das am Dienstag ein Testspiel gegen den Chemnitzer FC 3:1 (0:0) gewann, zum Primus der Müllbeseitigung gekürt. Durch den ausschließlichen Einsatz von Mehrwegbechern, der Wurst im Brot sowie Großbehältern für Senf und Ketchup wird bei Union Müll reduziert. „Der Verein ist ein leuchtendes Vorbild für die Fußball-Bundesliga. Der Mehrzahl der Klubs geht es leider nicht mehr um den Umweltschutz“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Die Folge: Eine Abfallflut aus elf Millionen Plastikbechern pro Jahr in der Bundesliga. Als einer von sechs Erstligisten setzt aber auch Hertha BSC auf Mehrwegbecher.