Mannheim

Souveräne Löwen beißen Füchse aus dem Titelkampf

Berliner Handballer verlieren nach schwacher erster Hälfte

Mannheim.  Dämpfer für die Füchse: Mit einer Machtdemonstration haben die Rhein-Neckar Löwen ihre Titelambitionen in der Handball-Bundesliga unterstrichen und den Herausforderer aus Berlin vorerst aus dem Meisterrennen verabschiedet. Der Titelverteidiger entschied am Sonntag das Topspiel mit 30:25 (18:11) für sich und verbesserte sich mit 20:2 Punkten auf den dritten Platz hinter Rekordmeister THW Kiel (22:2) und der SG Flensburg-Handewitt (20:2). Die Füchse verloren mit 19:5 Punkten den Anschluss an das Spitzentrio.

Die Berliner verschliefen die Startphase komplett. Nach zehn Minuten führte der Titelverteidiger bereits mit 6:2, beim 17:7 (24.) drohte den Füchsen sogar ein Debakel. „Wir haben in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht und keine Präsenz gezeigt“, haderte Hans Lindberg mit dem Auftritt vor der Pause.

Der Rechtsaußen war mit sieben Toren bester Werfer bei den Gästen, die in der zweiten Hälfte mehr Widerstand leisteten. Eine Wende konnten sie dem Spiel aber nicht mehr geben, auch weil die Löwen in Alexander Petersson (10), Gudjon Valur Sigurdsson (8) und Kim Ekdahl du Rietz (8) ein überragendes Trio in ihren Reihen hatten. Der Isländer Petersson hatte zwischen 2010 und 2012 bei den Füchsen gespielt.

Ganz zufrieden waren die Löwen mit ihrer Darbietung aber nicht. „In der ersten Halbzeit haben wir alles getroffen, die zweite Hälfte war nicht so schön“, fasste Ekdahl du Rietz das Spiel zusammen. Auch Füchse-Sportkoordinator Volker Zerbe haderte mit der Leistung seines Teams. „Unser Auftreten in der ersten Halbzeit war enttäuschend, wir haben es den Löwen zu einfach gemacht. Unsere Abwehr war zu passiv, vorne haben wir keinen Druck erzeugt. So hat man eben keine Chance bei so einer Mannschaft, zu punkten.“