Ingolstadt

Walpurgis soll in Ingolstadt das Unmögliche möglich machen

Ingolstadt. Der FC Ingolstadt hat am Sonnabend mit der Bekanntgabe seines neuen Trainers für eine große Überraschung gesorgt. Die offensichtlich schwierige Suche nach einem Nachfolger für Markus Kauczinski endete mit der Präsentation eines Mannes, der keineswegs die zunächst gewünschte Erfahrung aus der Bundesliga mitbringt: Maik Walpurgis, zuletzt und bis zu seiner Entlassung im August 2015 Trainer beim Drittligisten VfL Osnabrück, unterschrieb in Ingolstadt bis 2018.

Die Verantwortlichen ficht es freilich nicht an, dass der 43 Jahre alte Walpurgis kein Kind der Bundesliga ist. „Die Bundesliga ist für mich immer das große Ziel gewesen“, betonte der gebürtige Herforder. Besonders ist vor allem die Aufgabe, die ihn in Ingolstadt erwartet: Mit nur zwei Punkten aus den ersten zehn Spielen ist bislang noch jede Mannschaft aus der Bundesliga abgestiegen. Deshalb stellte Sportdirektor Thomas Linke fest: „Wir wollen wieder Geschichte neu schreiben.“

Walpurgis ist seit 1992 Trainer. Seine bisher beste Phase hatte er mit den Sportfreunden Lotte (2008 bis 2013), mit denen er 2013 in den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga an RB Leipzig scheiterte. In Ingolstadt will er die Mannschaft „aktiv und mutig“ spielen lassen, „die Jungs dürfen Fehler machen, das gehört dazu. Flexibilität ist aber ebenso wichtig“. Walpurgis’ fehlende Erfahrung soll Michael Henke ausgleichen. Der 59-Jährige, einst Assistent von Ottmar Hitzfeld und bei Kauczinski-Vorgänger Ralph Hasenhüttl, gehört wieder zum Trainerteam. Co-Trainer ist Ovid Hajou.

Linke hatte sich vor der Einigung mit Walpurgis eine ganze Reihe von Absagen eingehandelt, darunter Michael Frontzeck, Mirko Slomka, Bruno Labbadia, Jos Luhukay oder Andreas Herzog. Walpurgis habe laut Sport-Geschäftsführer Harald Gärtner „alle Gremien in den Gesprächen auf ganzer Linie überzeugt hat. Unser Weg war manchmal steinig, aber wir wurden in der Vergangenheit dafür belohnt.“