Sport

Ein Sieg mit Symbolcharakter

Frankreichs Erfolg gegen Schweden stand im Zeichen des Gedenkens an die Terroropfer vor einem Jahr in Paris

Nach der Partie an einem symbolträchtigen Abend dominierte bei Spielern und Verantwortlichen der französischen Fußball-Nationalmannschaft die Erleichterung. Im Vordergrund stand nach dem 2:1 in der WM-Qualifikation gegen Schweden in Saint-Denis am Freitagabend zwar die sportliche Bilanz – nicht die Terrornacht von Paris vor fast genau einem Jahr, als sich vor dem Stadion beim Länderspiel gegen Deutschland drei Selbstmordattentäter in die Luft sprengten. Doch Trainer Didier Deschamps machte auch deutlich, dass die Schweigeminute vor dem Spiels ein „besonderer Moment“ gewesen sei. Es sei wichtig gewesen, den Betroffenen das Mitgefühl auszudrücken. „Man muss sich daran erinnern“, sagte Frankreichs Präsident François Hollande und appellierte „an die Solidarität“ aller Franzosen. Der Staatschef war auf der Tribüne, als es im Stadion still wurde. Während der Schweigeminute legten die französischen Spieler die Arme um die Schultern, einige senkten ihre Köpfe. Zehntausende Zuschauer erhoben sich im Gedenken an die Opfer der Anschläge.