Sport

Weniger Steuergeld für DOSB-Reform

Die Leistungsportreform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) muss mit einer niedrigeren Anschubfinanzierung vom Bund auskommen als ursprünglich erhofft. „Unsere Vorstellung lag beim Dreifachen“, sagte DOSB-Chef Alfons Hörmann am Freitag zu den avisierten 5,2 Millionen Euro: „Das ist nicht der Rückenwind, den wir uns erhofft haben.“ Es bestehe ja auch bei der Besoldung der Bundestrainer viel Handlungsbedarf: „Wir haben ein akutes Trainerproblem“, so Hörmann, da erhöhte Zuwendungen in der Vergangenheit nie zur besseren Bezahlung, sondern immer nur zur Erhöhung der Traineranzahl geführt hätten. Allerdings sollten durch die geplante Reduzierung der Stützpunkte von 204 auf rund 165 aber auch Mittel frei werden.

Zudem will die Bundesregierung offenbar keine Entsendungskosten für die Europaspiele in Minsk übernehmen, wo die Politk von Weißrusslands autoritären Staatschef Alexander Lukaschenko oft Anlass zur Kritik gab. Für die ersten Europaspiele 2015 in Baku steuerte der Bund noch 500.000 Euro bei.