Köln

Positive B-Probe: Boxprofi Sturm des Dopings überführt

Köln. Der ehemalige Box-Weltmeister Felix Sturm (37) ist des Dopings überführt worden. Wie die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte, war auch der Befund seiner B-Probe aus dem Februar dieses Jahres positiv. „Die Ermittlungen werden jetzt fortgesetzt“, sagte Daniel Vollmert, Pressesprecher der Kölner Staatsanwaltschaft.

Sturm wurde nach seinem Sieg in der WM-Revanche gegen den Russen Fjodor Tschudinow am 20. Februar in Oberhausen in der A-Probe positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet. Bereits seit Mai dieses Jahres zog sich die Öffnung der B-Probe hin, die nun geöffnet wurde. Gegen Sturm wird wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz ermittelt.

Sportliche Folgen wird die Angelegenheit für Sturm wohl nicht haben. Anfang Oktober legte er seinen WBA-Titel im Supermittelgewicht nieder, offiziell wegen einer Ellenbogen-Verletzung. Der Weltverband WBA verzichtete daraufhin auf eine Sperre des Boxers. „Deshalb werden ihm auch von uns keine Konsequenzen drohen“, sagte Präsident Thomas Pütz vom Bund Deutscher Berufsboxer (BDB). Der BDB könnte Sturm laut eigener Statuten maximal für ein Jahr sperren.