Berlin

Luxuskader der BR Volleys lässt Verfolgern keine Chance

Berlin. Die Berlin Recycling Volleys sind in der Bundesliga noch schwieriger zu besiegen als in der Vorsaison. „Wir sind jetzt noch unausrechenbarer für unsere Gegner“, sagte Manager Kaweh Niroomand nach dem 3:0 (25:23, 25:18, 25:21)-Erfolg beim TSV Herrsching am Samstag. Die Bayern nennen sich selber zwar den „geilsten Klub der Welt“, dennoch blieben sie chancenlos. „Unser Kader ist sehr ausgeglichen besetzt. Wenn unser Trainer mal zwei, drei Spieler auswechselt, ist gar nicht mehr erkennbar, ob da nun eine erste Sechs spielt oder nicht“, so Niroomand.

Das freut auch Volleys-Trainer Roberto Serniotti: „Ich bin glücklich über die Personalsituation. Sie erleichtert mir die Arbeit.“ Andererseits muss Serniotti dafür sorgen, dass sich im Verlauf der Saison kein Spieler zurückgesetzt fühlt. Gegen Herrsching gab der Trainer des unangefochtenen Tabellenführers allen Spielern Einsatzzeiten. Der Niederländer Wouter Ter Maat etwa kam Ende des ersten Satzes für den Australier Paul Carroll aufs Feld. Der Neuzugang von VDK Gent fügte sich auf der wichtigen Diagonalposition sofort nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein und war schließlich mit neun Punkten erfolgreichster Angreifers. „Das ist sicher nicht die schlechteste Option, einen Ter Maat einwechseln zu können“, sagte Niroomand. Der Manager sieht noch einen weiteren Vorteil des aktuellen Kaders: „Wir können jetzt auf Formschwankungen einzelner Spieler oder bei Verletzungen viel besser reagieren als früher.“ Diese Möglichkeit soll sich auch am Donnerstag auszahlen. Dann treffen die Berliner zum zweiten Mal in dieser Saison auf die SVG Lüneburg – dieses Mal im Pokal. Vor einer Woche hatten sie die Niedersachsen trotz heftiger Gegenwehr bereits mit 3:0 in der Bundesliga bezwungen.