München

Auch Beckenbauers Berater Radman soll kassiert haben

München. Neben Franz Beckenbauer soll auch dessen Freund und Berater Fedor Radmann im Zuge der Fußball-WM 2006 in Deutschland groß abkassiert haben. Laut eines Berichts der „Bild“ soll Radmann für seinen Job als Vize-Chef des WM-Organisationskomitees (WM-OK) und später als Berater drei Millionen Euro erhalten haben.

Laut „Bild“ konnten viele Verträge laut Statuten ohne Zustimmung des Aufsichtsrates geschlossen werden. Unterschrieben wurden sie oftmals nur von OK-Chef Beckenbauer, gelegentlich zusätzlich vom damaligen DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder. Insgesamt soll Radman, heute 72 Jahre alt, über 3,1 Millionen Euro erhalten haben.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollte sich auf „Bild“-Anfrage unter Hinweis auf Vertraulichkeit der Arbeitsverträge nicht äußern, Radmann war am Sonntagabend für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Auch Beckenbauer selbst steht seit geraumer Zeit unter Verdacht: Er soll während seiner Zeit als OK-Chef 5,5 Millionen Euro erhalten haben. Radmann war von 2001 bis 2003 Vize-Chef des OK. Am 30. Juni unterschrieb er einen Aufhebungsvertrag. Im September 2003 erhielt er dann einen Beratervertrag. Präzise Nachweise darüber, was Radman danach für das WM-OK machte, sollen nicht erkennbar gewesen sein.