London

In Wembley vertreibt Leverkusen die schlechte Laune

London. Kevin Kampl erlebte den Schlusspfiff irgendwo zwischen Gang und Kabine, nicht mehr auf dem Rasen des Fußball-Tempels Wembley. Humpelnd verließ der Torschütze zum 1:0 (0:0)-Sieg in der Champions League gegen Tottenham Hotspur die Londoner Arena. Trotz aller Schmerzen strahlte Kampl später, war „extra stolz“ auf sich und seine Mitstreiter.

„Definitiv, mit sechs Punkten bist du richtig gut dabei“, meinte er. Dies war der wohl bedeutungsvollste Satz, den der 26-Jährige nach seinem entscheidenden Treffer (65. Minute) hören ließ. Nach einer längeren Zeit ohne positive Erlebnisse war es ein wichtiger Erfolg für Bayer Leverkusen. Dessen war sich auch Kampl bewusst, als er festhielt, die jüngere Vergangenheit sei „für uns alle ein bisschen eine schwere Zeit“ gewesen. Trainer Roger Schmidt zeigte ein strahlendes Lachen. „Sehr mutig und entschlossen“ sei seine Mannschaft vor den 85.512 Zuschauern aufgetreten. „Und der Sieg hier ist etwas sehr Außergewöhnliches“, so Schmidt nach dem ersten Dreier seines Teams in dieser Königsklassensaison.

( dpa )