Sport

EM-Held Sigurdsson vor dem Absprung

Nach EM-Titel und Olympia-Bronze in Rio scheint der Hunger von Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson gestillt. Laut dem Fachmagazin „Handball Inside“ will der Isländer seinen im Sommer 2017 auslaufenden Vertrag mit dem Deutschen Handballbund (DHB) nicht verlängern. Die Weltmeisterschaft im Januar 2017 in Frankreich könnte damit sein letztes Turnier als Bundestrainer sein. Der für den Leistungssport zuständige DHB-Vizepräsident Bob Hanning kündigte an, dass er noch in diesem Jahr die Zukunft des 43-Jährigen klären wolle. „Wir sind in Gesprächen“, sagte Hanning, zugleich Manager der Füchse Berlin. In Ländern wie Katar oder bei einem internationalen Topklub könnte der Isländer mehr Geld verdienen als beim DHB. Finanzielle Gründe sollen aber nicht den Ausschlag für das Umdenken bei Sigurdsson gegeben haben. Stattdessen spielen wohl persönliche Beweggründe des verheirateten Familienvaters die Hauptrolle. „Ich wollte mit Dagur eigentlich den Olympiasieg 2020 feiern, womöglich muss ich dafür nun jemand anderen suchen“, sagte Hanning. Zu den Kandidaten zählen Christian Prokop, der in Leipzig großartige Aufbauarbeit leistete. Und Martin Schwalb, der einst den HSV zu Erfolgen führte.