Berlin/München

Bayerns Ancelotti will gegen Gladbach zurück zur Balance

Berlin/München.  Dass Karl-Heinz Rummenigge noch einmal mahnend den Zeigefinger hob, kam nicht von ungefähr. Statistisch gesehen sei Borussia Mönchengladbach für den FC Bayern zuletzt der „schwierigste Gegner in der Bundesliga“ gewesen, sagte der Vorstandschef der Münchner, ehe er eindringlich forderte, „in der Liga wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren“. Gelingt das nicht, stellen die Bayern eine unrühmliche Serie ein: Drei Ligaspiele in Folge ohne Sieg – das gab es zuletzt 2010 unter Louis van Gaal.

Dass an diesem Sonnabend (18.30 Uhr, Sky) ausgerechnet Gladbach in München vorstellig wird, macht die Aufgabe jedoch nicht einfacher. Die jüngsten vier Duelle gegen die Fohlen haben die Bayern nicht gewonnen, zweimal gar verloren. „Wir müssen eine sehr gute Leistung abrufen und mit sehr hoher Intensität spielen“, forderte Ancelotti.

Schludrigkeiten wie bei den Unentschieden gegen Köln und Frankfurt werden sich die Bayern nicht erlauben dürfen. Gladbach spiele starke Konter, sagte Ancelotti – und verfügt damit über eine Waffe, die den im Umschaltspiel verwundbaren Münchnern schon häufiger wehgetan hat. „Die Lösung ist Balance, nur Balance“, sagte der Italiener. Anders als beim 4:1 in der Champions League gegen Eindhoven müsse das Gleichgewicht zwischen Offensive und Defensive über 90 Minuten stimmen.

Während die Bayern nur auf Franck Ribéry verzichten müssen, plagen Gladbach größere Personalsorgen: Verteidiger Fabian Johnson meldete sich zwar fit, Thorgan Hazard und Ex-Herthaner Raffael fallen jedoch aus. Der schwachen Auswärtsbilanz (nur ein Sieg in den jüngsten 14 Ligaspielen) stehen das frische Selbstvertrauen vom 2:0 bei Celtic Glasgow gegenüber und die Erinnerung an ein 1:1 in München im April. „Wir haben gezeigt, dass wir es auswärts können“, sagt Stürmer André Hahn, „und auch Bayern ist schlagbar.“