WM-Qualifikation

England auch mit Gareth Southgate weiter auf Schlingerkurs

Nach dem 0:0 in Slowenien ist Englands Coach in Erklärungsnot. Der Star saß zunächst auf der Bank, der Held stand ausgerechnet im Tor.

Jubeln tun nur die Slowenen: Gareth Southgate (r.) kann mit seinem englischen Team nicht zufrieden sein

Jubeln tun nur die Slowenen: Gareth Southgate (r.) kann mit seinem englischen Team nicht zufrieden sein

Foto: Carl Recine / REUTERS

Ljubljana.  Nach 73 Minuten wechselte Englands Interimstrainer Gareth Southgate die Vergangenheit für die Zukunft ein, doch auch Kapitän Wayne Rooney (30) konnte das schlingernde Schiff nicht mehr auf Siegkurs bringen. Das 0:0 in Slowenien war für Notnagel Southgate eine Offenbarung. Er habe „ein Durcheinander übernommen“, sagte er nach seinem zweiten Spiel als Coach. Nur dem diesmal überragenden Keeper Joe Hart war es zu verdanken, dass es am Dienstagabend immerhin zu einem Auswärtspunkt reichte.

„Ein harter Abend für Southgate“

Für seine Entscheidung, Rooney zunächst auf die Bank zu setzen, hatte Southgate viel Lob bekommen. Doch auch ohne den Manchester-United-Star, der nach dem 2:0 gegen Malta von den eigenen Fans ausgebuht worden war, zeigte England keine Steigerung. Es sei „ein harter Abend für Southgate“ gewesen, befand BBC Sport.

Der Trainer war wohl der Einzige, der der Zitterpartie noch etwas Positives abgewinnen konnte. Es komme derzeit nur darauf an, „das Schiff in sicheres Fahrwasser zu bringen“, sagte er. Ob er dafür vom englischen Verband die nötige Zeit bekommt, darf jedoch bezweifelt werden. Mit den bisherigen Auftritten hat er nicht überzeugen können. „Ich habe jetzt erst mal ein paar Tage, an denen ich ausschlafen kann“, meinte Southgate nach Abpfiff. Wie eine Bewerbung für ein langfristiges Engagement klang das nicht.