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In der Verlängerung ab jetzt nur noch mit drei Mann

Wichtige Fakten zum Startder Deutschen Eishockey Liga

Neuling: Nach dem überraschenden Ausstieg der Hamburg Freezers rückten die Fischtown Pinguins Bremerhaven aus der DEL2 nach. Sie sind der 32. Klub in der DEL. 18 neue Spieler verpflichtete der Neuling, dennoch wird er sich im Keller der Liga wiederfinden. Seit 2000 gelang nur einem von zwölf Auf- oder Quereinsteigern der Sprung in das Play-off: dem EHC München 2011. Bremerhaven hat den mit Abstand geringsten Etat in der DEL mit etwa 3,8 Millionen Euro.

Einer weniger: Die DEL passt die Regeln zur Verlängerung an. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird in der Punkterunde wie in der NHL in Nordamerika fortan nur noch mit drei statt vier Feldspielern pro Team gespielt. Das soll zu schnelleren Entscheidungen führen – und weniger Penaltyschießen.

Oben ohne: Am 7. Januar 2017 verwandelt sich das Fußballstadion des Bundesligisten 1899 Hoffenheim in eine Eishockeyarena. Die Baden-Württemberg-Rivalen Adler Mannheim und Schwenninger Wild Wings treffen in Sinsheim unter freiem Himmel aufeinander. Es ist das dritte Winter Game in der DEL nach 2013 in Nürnberg (damals gegen Rekordmeister Eisbären) und 2015 in Düsseldorf.

Schneller fertig: Die Saison ist wegen der WM in Deutschland im Mai 2017 um eine Woche verkürzt und dauert bis maximal zum 21. April. Selbst wenn der neue Meister erst nach sieben Finalspielen feststehen sollte, hätte Bundestrainer Marco Sturm noch zwei Wochen Zeit, sich mit seinem kompletten Kader auf die WM vorzubereiten. Dies liegt aber nicht am Entgegenkommen der DEL, sondern daran, dass Sturm auf die sonst übliche Länderspielpause im Februar verzichtet. In der Zeit spielt die Liga diesmal weiter.

Favoriten: Meister Red Bull München hat seinen exquisiten Kader noch einmal verstärkt – unter anderem mit den Nationalspielern Brooks Macek (Iserlohn) und Jerome Flaake (Hamburg). Nach der verkorksten letzten Saison steht der wichtigste Zugang der Adler Mannheim an der Bande: Erfolgstrainer Sean Simp-son kehrte aus der Schweiz in die DEL zurück. Auch die Kölner Haie zählen zur ersten Reihe der Titelanwärter. Diese drei Mannschaften geben in der DEL das meiste Geld aus, München etwa 12,5 Millionen Euro, Mannheim und Köln je 11,5. Die Eisbären Berlin verfügen über rund 10 Millionen Euro.