Paralympics

Ex-Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi ist nicht zu bremsen

Der Italiener holt seine dritte Goldmedaille. Am Donnerstag kann er zudem das Straßenrennen gewinnen – an einem denkwürdigen Tag.

Alessandro Zanardi gewann mit dem Handbike das Zeitfahren

Alessandro Zanardi gewann mit dem Handbike das Zeitfahren

Foto: JASON CAIRNDUFF / REUTERS

Rio de Janeiro.  Der frühere Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi feiert seine dritte Goldmedaille bei Paralympischen Spielen. Der 49 Jahre alte Italiener dominierte in Rio wie schon 2012 in London das Zeitfahren mit dem Handbike. Nur 28:36,81 Minuten benötigte Zanardi für die 20 Kilometer lange Strecke auf einem Straßenkurs parallel zum Strand von Barra. „Das ist fantastisch. Ein großartiges Rennen“, sagte er.

Vier Goldmedaillen für die Deutschen

Am Donnerstag will der Italiener seinen Titel beim Straßenrennen verteidigen. Dann jährt sich zum 15. Mal jener Tag, an dem Zanardi 2001 bei einem schweren Unfall auf dem Lausitzring beide Beine verlor. Erfolge mit dem Handbike gelangen auch deutschen Athleten: Dorothee Vieth und Andrea Eskau haben für den ersten deutschen Doppelsieg gesorgt.

Im Zeitfahren der Klassen H4 und H5 siegte Vieth (Hamburg) in 31:35,46 Minuten vor Eskau (Magdeburg/32:15,42). Dazu holte Radsportler Michael Teuber aus München in 27:53,98 Minuten Gold. Und Franziska Liebhardt gewann zunächst Gold im Kugelstoßen (13,96 m) und 17 Stunden später Silber im Weitsprung (4,42m).