Berlin

Beckenbauer bekam 5,5 Millionen Euro als WM-Honorar

Berlin. Franz Beckenbauer soll als Chef des Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland ein Honorar von 5,5 Millionen Euro erhalten haben. Das berichtet der „Spiegel“. Bisher hatte der DFB immer behauptet, Beckenbauer habe ehrenamtlich für das OK gearbeitet. Wie der „Spiegel“ weiter berichtet, soll Beckenbauer das Geld erst vier Jahre später versteuert haben. Und zwar laut „Spiegel“ nach einer Betriebsprüfung des Finanzamtes Frankfurt. Dies habe der DFB auf „Spiegel“-Anfrage bestätigt. Strafrechtlich relevant dürfte der Vorgang nicht mehr sein. Beckenbauers Management war nicht zu erreichen.

Beckenbauer gerät damit knapp ein Jahr nach Bekanntwerden der WM-Affäre weiter ins Zwielicht. Zuletzt hatte die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) Untersuchungen gegen den OK-Chef veröffentlicht. Die BA ermittelt demnach schon seit November 2015. Verdächtigt werden neben Beckenbauer auch die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (71) und Wolfgang Niersbach (65) sowie der ehemalige Generalsekretär Horst R. Schmidt (74).