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Heute wird Platinis Nachfolger gewählt

Die 55 Mitgliedsverbände in Europas Fußball-Dachverband Uefa wählen am Mittwoch in Athen ihren neuen Präsidenten. Favorit auf die Nachfolge von Michel Platini, der trotz Sperre noch eine Rede halten darf, ist der Slowene Aleksander Ceferin (48), der nach eigener Aussage von 32 Verbänden unterstützt wird, seit zwei Wochen auch vom DFB. Gegenspieler Michael van Praag (68) aus den Niederlanden wundert sich allerdings über die Blitzkarriere des Rechtsanwalts. Im Hintergrund soll für ihn ein jetziger Berater von Fifa-Chef Gianni Infantino die Strippen gezogen haben, das eng mit Slowenien verbundene Russland sei treibende Kraft. Eine gezielte Indiskretion? „Wenn das wahr ist, sind wir wieder auf dem Weg der alten Schule“, ätzte van Praag jedenfalls. DFB-Chef Reinhard Grindel begründete den Seitenwechsel übrigens nicht etwa mit besseren Chancen für seine EM-Bewerbung 2024, sondern mit dem Alter van Praags („Ich bin enttäuscht“), das seine Amtsperiode bis 2019 begrenzen würde. Laut Grindel brauche die Uefa Stabilität und neue Impulse.